Believe Me – Spiel Dein Spiel. Ich spiel es besser.

Ein Thriller, der nicht nur mit einer, sondern gleich mit drei überraschenden Wendungen daherkommt und bei dem man nie weiß, wer die Wahrheit sagt und wer lügt.


Klappentext
Du triffst sie. Du vertraust ihr. Du gehst ihr in die Falle.
Claire finanziert ihr Schauspielstudium mit einem lukrativen Nebenjob: Für Geld flirtet sie mit verheirateten Männern, deren Ehefrauen wissen wollen, ob sie ihnen wirklich treu sind. Doch die Frau von Patrick Fogler ist nicht nur misstrauisch – in ihren Augen liest Claire Angst. Und am Morgen nach Patricks und Claires Begegnung ist sie tot. Die Polizei verdächtigt den Witwer, und Claire soll helfen ihn zu überführen – wenn sie nicht will, dass die Polizei herausfindet, was sie selbst in der Mordnacht getan hat. Doch Patrick wirkt nicht nur beängstigend und undurchschaubar, er fasziniert Claire. Und sie ahnt: Sie muss die Rolle ihres Lebens spielen …


Rezension
Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem ein Zimmermädchen eine Leiche findet. Sofort ist klar, dass es sich hierbei um die im Klappentext erwähnte, tote Frau von Patrick handeln muss.
Die Handlung selbst steigt dann fünf Tage vorher ein. In den ersten Kapiteln lernen wir erst einmal Claire und ihre Arbeit in dem Nebenjob kennen. Das alles erzählt sie selbst aus der Ich-Perspektive, was auch den Kern der Geschichte widerspiegelt: es ist Claires Geschichte. Wer einen klassischen Thriller mit Ermittlungsarbeit erwartet, ist hier fehl am Platz. Vielmehr erzählt uns Claire wie alles auf sie wirkt, was sie dabei denkt und wie eines zum anderen führt. Dabei kann man sich als Leser nie wirklich sicher sein, was davon der Wahrheit entspricht. Genauso wenig weiß man aber, ob Patrick die Wahrheit sagt oder lügt und was es mit dem Polizisten und der Psychologin auf sich hat, die in dem Mordfall ermitteln.
Claires Erzählung wird immer wieder von Schilderungen unterbrochen, die im Stil eines Drehbuches geschrieben sind. Dabei folgt einer stichpunktartigen Angabe der Szenerie dann ein Dialog zwischen einer oder mehreren Personen. Das alles scheint sich in Claires Kopf abzuspielen, da sie ihr Leben viel mehr als ihren persönlichen Film sieht und dementsprechend auch ihre Umgebung wahrnimmt. Dies passt wunderbar zu der Protagonistin, die ihr ganzes Leben der Schauspielerei widmet, und der Handlung selbst, in der es ja letztendlich auch darum geht, dem anderen etwas vorzuspielen.
Warum ich so begeistert von diesem Buch bin, ist das Verwirrspiel das der Autor mit dem Leser treibt. Man kann sich nie sicher sein wer die Wahrheit sagt und wem man trauen kann. Hinzu kommt, dass die Handlung und die Richtung in die sie geht gleich dreimal über den Haufen geworfen wird und jede dieser Wendungen für mich absolut unvorhersehbar war. Teilweise kann das, was aus den Wendungen resultiert, dann etwas langatmig wirken, ich fand es aber einfach nur extrem spannend zu erfahren wohin das führen soll. Außerdem war keine der Wendungen für mich an den Haaren herbeigezogen oder wirkte übertrieben. Alles war am Ende in sich schlüssig und ergab, trotz der Komplexität, auf simple Weise Sinn. Nachdem ich das Buch beendet hatte, war ich einfach nur begeistert von diesem Netz aus Verwirrung und Misstrauen und kann es daher nur wärmstens empfehlen.


Eckdaten
Autor: JP Delaney
Verlag: Penguin
Preis: 15,00 € – Klappenbroschur
Seitenzahl: 401
ISBN: 978-3-328-10326-4
Weitere Formate: eBook, Hörbuch
Link zum Buch
Leseprobe über Link zum Buch

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