Mortal Engines – Krieg der Städte

Krieg der Städte ist der erste Teil der Mortal-Engines-Reihe, dessen Verfilmung seit letztem Donnerstag im Kino läuft. Der Film sieht interessant aus, bevor ich ihn anschaue, wollte ich aber das Buch lesen. Denn leider geht bei mir oft das Interesse verloren, wenn ich zuerst den Film schaue. Da kenne ich dann den Ausgang schon und dementsprechend kann mich das nicht mehr so fesseln.


Klappentext

Niemand hatte mit einem Attentat gerechnet. Als das Mädchen mit dem Tuch vor dem Gesicht ein Messer zückt, um den Obersten Historiker Londons, Thaddeus Valentine, umzubringen, kann ihm der junge Gehilfe Tom in letzter Sekunde das Leben retten. Er verfolgt das Mädchen, das jedoch durch einen Entsorgungsschacht in die Außenlande entkommt. Dass Valentine, statt seinem Retter zu danken, den Jungen gleich mit hinausstößt, konnte ebenfalls beim besten Willen keiner ahnen…
Damit beginnt Toms abenteuerliche Odyssee durch die Großen Jagdgründe zurück nach London. Begleitet wird er von der unbeirrbaren Hester Shaw, die fest entschlossen ist, den Mord an ihren Eltern zu rächen. Sie treffen auf Sklavenhändler und Piraten, werden von einem halbmenschlichen Kopfgeldjäger verfolgt und von einer Aeronautin namens Anna Fang gerettet. Und all das, während Valentine plant, mittels einer Superwaffe aus dem Sechzig-Minuten-Krieg die Feinde der fahrenden Städte zu vernichten…


Rezension

Puh, wo soll ich nur anfangen… Zunächst einmal: ich habe das Buch abgebrochen.
Dabei habe ich ihm aber mehr als nur eine Chance gelassen, mich doch noch zu packen. Als nach der Hälfte dann aber immer noch keine Besserung in Sicht war, habe ich es schließlich aufgegeben.
Ich verstehe durchaus, wieso diese Geschichte so viel Anklang findet. Diese Welt in einer fernen Zukunft, in der Städte mobil sind und sich wie Raubtiere jagen, ist durchaus faszinierend. Die Umsetzung ist es, was mich stört.
Kommen wir erst einmal zur Story selbst. Lest einfach den Klappentext, dann wisst ihr, was in dem Buch passiert. Das ist wohl der Hauptgrund, wieso es mich so wenig begeistert. Es passiert schlichtweg gar nichts, beziehungsweise nichts Neues. Nach der Hälfte des Buches ist immer noch nicht mehr geschehen, als das was im Klappentext bereits verraten wird. Dass ich mich da langweile, ist doch nachvollziehbar, oder?
Dann gibt es hier und da mal ein paar potenziell spannende Szenen, wenn der Kopfgeldjäger Hester und Tom zum Beispiel gefährlich nahe kommt. Die sind aber eben nur potenziell spannend, denn der Autor schafft es, das alles so unverständlich zu schildern und dabei so schnell abzuhandeln, dass man gar nicht richtig kapiert was eigentlich gerade los ist.
Das wäre dann auch gleich mein nächstes Problem mit dem Buch: sprachlich ist es wahrlich kein Meisterwerk. Der Autor wirft mit unerklärten, erfundenen Begriffen nur so um sich. Bei manchen kann man im Kontext noch verstehen was sie bedeuten, bei vielen aber nicht. Und wenn dann auf einer Seite gefühlt jedes zweite Wort ein solches ist, ist mir das einfach zu viel. Abgesehen davon hält Reeve es gerne schlicht. Zu schlicht. Die mobilen Städte und die fremdartige Welt bieten so viel Potenzial für eine bildgewaltige Sprache, das leider vollkommen ungenutzt bleibt.
Zu guter Letzt haben wir dann noch die Protagonisten, die genauso farblos bleiben wie der Rest. Tom ist ein Waise und, Überraschung, Hester auch. Außer der Tatsache, wie sie jeweils ihre Eltern verloren, war es das dann auch schon wieder an Informationen über die beiden. Gut, Tom ist Gehilfe der Historikergilde, Hester lebt in den Außenlanden. Das war’s jetzt aber wirklich.
Wie soll ich als Leser mit diesen Charakteren mitfiebern, die so flach bleiben und keinerlei prägende Eigenschaften besitzen?
Wie bereits erwähnt, bietet das Setting sehr viel Potenzial, das leider durch einen fehlenden Spannungsbogen und nichtssagende Charaktere zerstört wird. Ich denke die Verfilmung wird deutlich besser sein, da hier wenigstens durch die Bilder eine Faszination für die Welt geschaffen werden kann, was dem Autor durch seine Worte leider nicht gelingt.


Eckdaten

Autor: Philip Reeve
Verlag: Fischer Tor
Preis: 9,99€ – eBook
Seitenzahl: 336
ISBN: 978-3596702121
Weitere Formate: Taschenbuch
Link zum Buch
Leseprobe


Die Reihe

1. Krieg der Städte
2. Jagd durchs Eis
3. Der grüne Sturm
4. Die verlorene Stadt
Die Reihe ist abgeschlossen.

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2 Kommentare zu „Mortal Engines – Krieg der Städte

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