Böses Kind

Böses Kind von Martin Krist ist der Auftakt seiner Reihe um den Ermittler Henry Frei, mit dem er einen sehr sympathischen und sehr speziellen Charakter geschaffen hat.


Klappentext

Jede Lüge hat ihren Preis. Diese wird dich töten.
Ein Mord mitten in der Hauptstadt. Das Opfer wurde erschlagen und gekreuzigt. Kriminalkommissar Henry Frei und sein Team ermitteln.
Suse, heillos mit ihren Kindern überfordert, seit ihr Mann sie verlassen hat, ist in Panik: Ihre Tochter Jacqueline ist verschwunden. Die alarmierte Polizei glaubt der Mutter kein Wort.
Wo ist Jacqueline? Wer zieht seine blutige Spur durch Berlin? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt!
Der erste Fall für Kommissar Henry Frei.


Rezension

Das Buch beginnt mit einem Prolog in dem sich eine Frau in Gefangenschaft befindet. Viel mehr erfährt man aber nicht und so stellt sich natürlich sogleich die Frage, ob es sich um die verschwundene Jacqueline handelt.
Gleich darauf lernen wir dann im ersten Kapitel die im Klappentext angesprochene, alleinerziehende Suse kennen. Schnell wird klar, dass sie mit einem Baby, einem Kleinkind und einem pubertierenden Teenager zusätzlich zu ihrem Job und dem Haushalt heillos überfordert ist.
Im zweiten Kapitel treffen wir auf Henry Frei und seine Kollegin Louisa Albers. Beide waren mir sofort sympathisch. Frei hat ein paar komische Macken (zum Beispiel muss er Sachen immer perfekt ordnen) und Albers geht mit einer ganz eigenen lockeren Art damit um. Man merkt sofort, dass sie ein eingespieltes Team sind, was ich bei Ermittlerduos immer besonders mag.
Im Verlauf des Buches wechseln sich diese drei Erzählstränge dann ab, wodurch die Spannung stets hoch bleibt. So bekommt man nämlich immer hier und da ein paar Informationen, die sich Stück für Stück zu einem Gesamtbild zusammensetzen.
Interessanterweise taucht die im Klappentext erwähnte Leiche dabei erst nach circa 100 Seiten auf, was bei einem Buch mit nur 320 Seiten relativ spät ist. Krist schafft es aber durch seinen Erzählstil, dass bis dahin trotzdem keine Langweile aufkommt und umso rasanter wird es ab dem Zeitpunkt des Leichenfundes dann natürlich.
Dabei legt er mir einem seiner Erzählstränge gelungen eine falsche Fährte. Als diese gegen Ende dann aufgedeckt wird, lässt sie einen das bis dahin gelesene plötzlich in einem ganz anderen Licht sehen und die Puzzleteile fallen wie von selbst an ihren Platz.
So gut mir das Buch insgesamt auch gefallen hat, das Ende fand ich trotz der Wendung leider etwas enttäuschend. Der Täter war einfach zu offensichtlich, hier hat es sich der Autor sehr leicht gemacht und den naheliegendsten Verdächtigen genommen. Nach der geschickt konstruierten Wendung, hätte ich hier auch bei der Täterwahl etwas mehr Rafinesse erwartet. Da das Buch insgesamt aber dennoch sehr spannend war, kann ich es durchaus empfehlen. Es ist ein packender, knackig-kurzer Thriller, der mit Schockmomenten zu unterhalten weiß.


Eckdaten

Autor: Martin Krist
Verlag: / (Selfpublisher)
Preis: 9,99 € – Taschenbuch
Seitenzahl: 320
ISBN: 9783745035292 
Weitere Formate: eBook
Link zum Buch
Leseprobe


Die Reihe

1. Böses Kind
2. Stille Schwester
3. Kalte Hölle ( ET noch unbekannt)

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