Nevernight – Das Spiel

Auch der zweite Teil der Nevernigh-Trilogie konnte mich wieder restlos begeistern. Spannend, brutal und voller Überraschungen…


Klappentext

Die epische Rachegeschichte geht weiter. Nachdem Mia einen der Männer umgebracht hat, die für die Zerstörung ihrer Familie verantwortlich sind, bleiben noch zwei über: Kardinal Duomo und Konsul Scaeva. Beide sind jedoch vor der Öffentlichkeit abgeschirmt und für Mia unerreichbar. Schlimmer noch: Die Rote Kirche selbst scheint Scaeva zu schützen …
Um an ihn heranzukommen, geht Mia ein großes Risiko ein: Sie kehrt der Kirche den Rücken und begibt sich selbst in die Sklaverei, um als Gladiatorin an den Großen Spielen in Gottesgrab teilzunehmen. Mia merkt schnell, dass sie diesmal zu weit gegangen ist, denn auf dem blutigen Sand der Arena gibt es keine Gnade und nur eine Regel: Ruhm und Ehre – oder Tod.


Rezension

Was mir direkt positiv aufgefallen ist, als ich das Buch aufgeschlagen habe, ist die tolle Übersicht zu den Personen gleich zu Beginn. Es kommen ja relativ viele Charaktere in den Büchern vor und diese Auflistung inklusive kurzer Erklärung der Rolle und der erlebten Dinge, geben eine tolle Übersicht zu dem bisher Geschehenen. Nun hatte ich die ersten beiden Bücher kurz nacheinander gelesen und somit keine Probleme mich zu erinnern, nach einer etwas längeren Pause hat man so aber direkt wieder alles Wesentliche präsent.
Auch der Einstieg in das Buch hat mir super gefallen. Zunächst begann es mit einem Kapitel das ich nicht so recht einzuordnen wusste. Dann springt man in Kapitel zwei zu einem Zeitpunkt vier Monater früher und ab dann war auch alles nachvollziehbar. Man springt immer zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her, wobei man sich in der Vergangenheit auf den Zeitpunkt aus dem ersten Kapitel zubewegt. So erfährt man parallel wie Mia überhaupt auf die Idee mit den Gladiatorenkämpfen kam und was sie zu dieser Entscheidung gebracht hat, begleitet sie gleichzeitig aber auch bei der Umsetzung dieses Planes.
Auf beiden Zeitebenen steigt man direkt voll in das Geschehen ein und begleitet mehrere actionreiche und brutale Szenen. Dadurch und durch die im späteren Verlauf kommenden Kämpfe der Gladiatoren, würde ich auch sagen, dass Teil zwei definitiv noch einmal etwas brutaler ist. Aber für mich ist diese schonunglose Art einer der Aspekte der diese Bücher ausmacht.
Auch gefallen hat mir, dass man auf viele alte Bekannte trifft, egal ob Freunde oder Feinde. Dadurch wird die Verbindung zwischen den Teilen noch verstärkt und man merkt beim Lesen wie sehr die Geschichten aufeinander aufbauen.
Allen voran ist dabei natürlich die Protagonistin Mia. Wie man es von ihr gewohnt ist, verfolgt sie stets ihren Plan und verliert das große Ganze nie aus den Augen. Und auch wenn es den ein oder anderen Moment gibt in dem man als Leser an ihr zweifelt, hat sie mich doch wieder absolut begeistert. Ich liebe ihre direkte Art und ihren Ehrgeiz. Dabei wirkt sie oft sehr kalt und abgehärtet, doch wenn man aufmerksam liest, merkt man, dass sie durchaus gewisse Wertvorstellungen besitzt und nicht so emotionslos ist wie man anfangs denken könnte. So eine Charaktergestaltung in einem Buch greifbar zu machen, ist für mich einfach nur genial.
Und auch in Bezug auf die Handlung als solche geht meine Lobeshymne weiter. Die bereits erwähnten Zeitebenen sorgten bei mir zusätzlich für Spannung, da ich immer wissen wollte wie es denn jetzt jeweils weitergeht. Außerdem gab es oft in einem Erzählstrang Andeutungen, die dann später im anderen aufgelöst wurden, wodurch sich langsam aber sicher alles immer mehr miteinander verwoben hat. Zudem gab es wieder viel Raum für Spekulationen und geichzeitig auch viele Enthüllungen, die mich mal mehr mal weniger überrascht haben.
Zu guter Letzt wären da noch die Fußnoten. In Teil eins hatte ich kritisiert, dass diese häufig unnötig waren und somit außer den Lesefluss zu stören nichts beigetragen haben. Auch in Teil zwei gab es solche Fußnoten wieder. Diese kamen aber schon deutlich weniger vor und waren insgesamt auch weniger unsinnig. Manchmal haben sie dennoch gestört, insgesamt war es aber nicht mehr so extrem wie im Vorgänger.
Kommen wir zum Fazit… Dass mich dieses Buch absolut begeistert hat, ist glaube ich offensichtlich. Als Thrillerfan der gerade vermehrt Fantasy liest, ist diese blutrünstige Geschichte natürlich genau meins. Dennoch geht es in den Büchern um so viel mehr und die Idee dahinter ist einfach so mitreißend. Ich bin froh, dass ich die Bücher erst jetzt gelesen habe und nicht mehr lange auf das Finale warten muss. Es ist für mich schon jetzt eines der heißersehntesten Bücher in 2020!


Eckdaten

Autor: Jay Kristoff
Verlag: FischerTOR
Preis: 22,99 € – Hardcover
Seitenzahl: 704
ISBN: 978-3-596-29759-7
Weitere Formate: eBook
Link zum Buch
Leseprobe


Die Reihe

1. Nevernight – Die Prüfung
2. Nevernight – Das Spiel
3. Nevernight – Die Rache (ET: 29.01.2020)

5 Kommentare zu „Nevernight – Das Spiel

Gib deinen ab

  1. Ja, Band 2 baut sehr auf Band 1 auf – aaaber auch wenn man Band 2 zuerst liest kann man alles ohne Probleme verstehen und merkt nichtmal, dass man Band 1 gelesen hat. Ich bin immernoch verblüfft wie mir das passieren konnte und wie gut damit dieser Band auch für sich steht – auch wenn ich nur empfehlen kann immer mit Band 1 zu starten… 🤣

    Gefällt 1 Person

  2. Sehr schöne Rezension, die ich genauso unterschreibe. :D
    Ich kann deine Begeisterung verstehen und teile sie voll und ganz und warte sehnsüchtig auf den dritten Teil, der ja in wenigen Tagen erscheint. :D
    Am Sonntag erscheint meine Rezension zu diesem Band und ich werde dann auch, wenn das okay ist, deine Rezension verlinken.
    Liebe Grüße
    Diana

    Gefällt 1 Person

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